Ährenleser

Wenn in Südschwaben die Getreideernte begann, zogen ganze Gruppen von Frauen und Mädchen dorthin, um als Erntehelfer zu arbeiten. Sie erhielten für die schwere Arbeit auf den Äckern Kost und Quartier und das Recht, nach der Tagesarbeit die noch dort liegenden Ähren aufzulesen. Das war eine mühsame Arbeit, doppelt mühsam nach der harten Arbeit des Tages.

Das gesammelte Getreide wurde ausgedroschen, in Säcke gefasst und dann mieteten die Leserinnen ein größeres Bauernfuhrwerk und fuhren damit zurück ins Montafon. Eine tüchtige Leserin konnte bei Fleiß und Glück bis zu 200 kg Korn zusammenbringen.